Donnerstag, 30. Januar 2014
Im Land der Pagoden
Schon beim Landeanflug glänzten die goldenen Spitzen unzähliger kleiner Pagoden in der Sonne und gaben einen Vorgeschmack auf das Wahrzeichen von Myanmar - auf die Shwedagon-Pagode. Als ich eine knappe Stunde später im Taxi daran vorbeifuhr, zog sie mich in ihren Bann.

Erst schnell zum Duschen ins Hotel und los geht's auf Entdeckungsreise. Der Taxifahrer nahm erst mal einen kleinen Umweg übers National Museum - mit dem Argument, es sei noch zu heiß für die Pagode. Also erst mal den mit mehreren Kilo Blattgold verzierten, 14 Meter hohen Thiharthana Palin bestaunt, den Löwen-Thron der Konbaung-Könige. Er wurde bei geschlossenen Türen von hinten über eine Treppe bestiegen, sodass der König seinem Volk immer in erhöhter Position erschien. Neben allerlei antiken Schätzen beeindruckten vor allem die hinter Panzerglas und dicken Gitterstäben geschützten Schmuckstücke. Myanmar war immer schon reich an Gold und Edelsteinen. Fotos gibt es leider keine - die Kamera nebst iPhone musste draußen bleiben. Dafür waren die Räume angenehm klimatisiert...!
Wie warm 34 Grad am Nachmittag sein können, merkte ich schon im Taxi, das die rund 800m zur Pagode mehr stehend als fahrend in einer guten halben Stunde bewältigte.

Die 100m hohe Shwedagon-Pagode wurde auf einem Hügel erbaut, die sie aus der Distanz noch mächtiger erscheinen lässt. Sie hat 8 Seiten - für jeden Wochentag und für jeden Planeten eine...! Wer nur auf 7 Wochentage kommt übersieht, dass der Mittwoch hier aus 2 Tagen besteht - Vormittag und Nachmittag. Auch die Anzahl der Planeten macht mich stutzig. 8 einschließlich Sonne und Mond - dafür ohne die Erde Naja - auch andere Religionen nehmen es nicht so genau mit dem Stand der Wissenschaften und eine 500 Jahre alte Pagode lässt sich schlecht umbauen...!

Nach gut 3 Stunden hatte ich langsam genug goldenen Glanz gesehen und meine Fußsohlen sehnten sich wieder nach festem Schuhwerk.

Nachdem Durst und Hunger in einem sehr netten Gartenrestaurant gestillt waren, fiel ich gegen 21 Uhr nach einem richtig langen Tag in der Badewanne in Tiefschlaf.

Heute am Tag 2 meiner Reise stand zunächst Chinatown auf dem Programm.

Unzählige kleine Garküchen und Verkaufssstände am Straßenrand. Aber alles viel kleiner und ärmlicher als in Bangkok. Hat mich nicht sonderlich beeindruckt - nothing to write home about...! Das Auftreiben einer SIM Card mit Internetzugang war dagegen ein richtiges Abenteuer. Kaum jemand versteht English. Angeblich soll ich für 25 Dollar jetzt 4 Wochen lang im ganzen Land Internetzugang haben und telefonisch erreichbar sein. Ich onnte allerdings nicht herausfinden, ob es sich dabei um eine Flatrate handelt. Werde vorsorglich sparsamen Gebrauch davon machen. Man muss ja nicht immer online sein ...

Die Sule-Pagode - die man sich am besten als Insel in einem großen Kreisverkehr vorstellt - ist für sich genommen schon sehr beeindruckend. Wenn man nicht tags zuvor die Shwedagon-Pagode gesehen hätte.... Trotzdem - eine Insel der Ruhe mitten Verkehrs-Chaos Ranguns.


Auch die Sule-Pagode ist achteckig - ihr wisst schon - der Mittwoch zählt doppelt. Jede Seite hat einen eigenen Eingang. Schuhe ausziehen, Ticket kaufen. Nein ich will keine kleinen Sperlinge in die Freiheit fliegen lassen. Bin ja kein Buddhist. Deutlich weniger Touristen hier. Dafür viele Einheimische - meist im Zwiegespräch mit Buddha im Gebet versunken. Eine junge Japanerin macht mich darauf aufmerksam, dass ich in der falschen Richtung unterwegs bin. Bin halt schon immer gerne gegen den Strom geschwommen. Uhrzeigersinn ist angesagt. Sie fragt mich nach Geburtsjahr und Tag. Oh - ein Sonntagskind. Bin verblüfft wie schnell sie das weiß. Sie zeigt mir "meinen" Buddha, vor dem eine alte Frau betet. Und verschwindet durch einen der acht Ausgänge. Als ich eine gute Stunde später meinen Besuch beenden will wird mir klar: die Ausgänge sehen vom Inneren der Pagode alle fast gleich aus. Zumindest, wenn man nicht auf Details achtet. Oder seinen Baddha persönlich kennt. Jetzt wird es spannend - wo sind bloß meine Schuhe...???

Auf dem weg ins Hotel - zu Fuß und mit den richtigen Schuhen geht es schneller als im Taxi - komme ich an einem großen Markt vorbei. Handarbeiten und Schmuck im Überfluss. Aber noch keine Lust zum Shopping. Vielleicht am Ende der Reise...

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Dienstag, 28. Januar 2014
Es ist soweit.
In Frankfurt scheint die Sonne. Fast frühlingshafte Temperaturen. Endlich wieder richtig fit. Es kann losgehen... :-) ! Mein Rucksack bringt es auf schlappe 8 Kilos. Den alten Rücken wird's freuen. Dazu eine Umhängetasche mit Reiseunterlagen , iPad und anderem nützlichen Kleinkram. I'm traveling lite...!

Im Flieger noch vor dem Start den reservierten Fensterplatz gegen eine Viererreihe getauscht. Glück gehabt. Der A380 ist nicht voll besetzt. Dann die Uhr 6 Stunden weiter gedreht. Noch verdammt sonnig für 8 Uhr abends im Januar. Zwei Stunden später wird das beef serviert. Eigentlich esse ich nie so spät - mache heute aber eine Ausnahme :-). Noch ein After Dinner Drink. Dann werden die Beine lang gemacht. Quer schläft es sich im Flieger bedeutend besser.

Landung in Bangkok mit 50 Minuten Verspätung. Und nur noch 50 Minuten bis zum Weiterflug nach Rangun. Wie von Mr. Murphy vorbestimmt ist das Gate gefühlte 2 Kilometer entfernt. Schweißgebadet erwische ich nach dem dritten "final call" den letzten Bus - natürlich auch noch Außenposition. Die Uhr wieder 'ne halbe Stunde zurück. Ja das gibt es wirklich - Myanmar ist uns 5 1/2 Stunden voraus .

Die Landung ist für 9 Uhr Ortszeit geplant. Fast der ganze Tag liegt noch vor mir. Von den restlichen 20 ganz abgesehen. Good Morning Myanmar - ich komme!

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Dienstag, 14. Januar 2014
Myanmar statt Vietnam...
Mein A380 ist seit einer knappen Stunde in der Luft und ich bin am Boden! Habe den Flug gestern früh stornieren müssen, da ich nach einer schweren Infektion zu Jahresbeginn einfach noch nicht fit genug bin für eine Reise der etwas "raueren" Art. Wer weiß wofür es gut ist. Vietnam wird warten müssen - vermutlich ein weiteres Jahr!
A380
Ursprünglich hatte ich vor, Myanmar gleich im Anschluss an Vietnam und Laos zu bereisen, aber die Entfernungen wurden zu groß und die Zeit zu knapp. Diesen Teil werde ich jetzt vorziehen und am 29. Januar nach Rangun fliegen. Von dort aus soll es 3 Wochen auf eigene Faust durchs Land gehen. Zum Goldenen Felsen von Kyaiktiyo,

nach Heho am Inle-See, über Mandalay im Norden zu den Ruinen von Bagan, eventuell eine Trekking-Tour im Mount Victoria Nationalpark und ein paar Tage am Strand von Ngapali, bevor es zur Erholung auf die Insel Koh Phagnan in Thailand geht. Auch wenn es nicht so lief wie geplant - ich freue mich drauf! Good Morning Myanmar...

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