Mittwoch, 5. Februar 2014
In Mingun und Inwa
rzim22, 07:53h
Heute ist der 3 Februar. Ich schreibe vorsichtshalber das Datum dazu, weil ich nicht weiß, wann der Bericht online geht. Das Internet ist vor allem abends sehr langsam - es dauert gefühlte 10 Minuten, bis ein Bild hochgeladen ist. Weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte, will ich darauf natürlich nicht verzichten.
Heute geht es von Mandalay aus über den Fluß nach Mingun. Dort sollte vor knapp 200 Jahren nach dem Willen von König Bo-daw-hpaya die größte Pagode der Welt entstehen. Dem größenwahnsinnigen und kriegerischen Herrscher war es aber nicht vergönnt, dies zu erleben. Nach seinem Tod ließen die 50000 aus Arakan verschleppten Zwangsarbeiter einen gigantischen, rund 50m hohen Ziegelsockel zurück.

Die bereits für die Pagode gefertigte Glocke blieb erhalten. Sie hängt jetzt in einem eigenen Pavillon und wird im Guinness Buch der Rekorde mit 101 Tonnen als schwerste intakte Glocke der Welt geführt.

Sie ist 6 Meter hoch und hat am unteren Rand 5 Meter Durchmesser. Ich frage mich, wie solch ein Gewicht ohne Kran bewegt werden konnte. Der Sound im Inneren ist grandios. Die jungen Mädchen konnte nicht genug kriegen - auch nicht vom fotografiert werden...!

Ich mache mich auf die Suche nach der weißen Hsin-byu-me-Pagode. Sie symbolisiert den Weltberg Meru aus der indischen Mythologie und soll sich deutlich von allen bislang besuchten Pagoden unterscheiden. Woher ich das weiß? In der Schule war Erdkunde mein Lieblingsfach! Letzteres stimmt - der Rest ist im Reiseführer geklaut. Was ich dort allerdings nicht finden kann, ist die exakte Wegbeschreibung. Statt an der Pagode lande ich in irgendwelchen Hinterhöfen. Plötzlich steht ein kleines Mädchen neben mir. "White pagoda this way Sir..." sagt sie in fast perfektem Englisch und deutet mir einen anderen Weg. Anschließend weicht sie nicht mehr von meiner Seite. Am Anfang zweifle ich noch, ob der Weg wirklich zum Ziel führt. Aber die Kleine kennt sich aus. Wir nähern uns der Pagode über einen Trampelpfad von der Seite.

Vor der Pagode mache mache ich ein Foto mit meiner Reiseleiterin. Hätte sie höchstens auf 6 geschätzt. Aber sie sagt sie sei schon 8. Wo sie Englisch gelernt hat? "I learn from book and from tourist..." Dann stürmt sie die Treppe hoch. Bei mir dauert das etwas länger. Oben bleibe ich eine Weile und genieße den Ausblick. Und auch die Tatsache, dass kaum Touristen da sind.


Der Abstieg von der oberen Plattform ist eine kleine Herausforderung. Die Stufen sind nicht für europäische Schuhgrößen gemacht. Während ich noch ausprobiere, ob ich besser vorwärts oder rückwärts gehe, sind die kleinen füße schon lange unten. Ich drücke ihr 2 Dollar in die Hand und bescheinige ihr eine gute Zukunft als Reiseleiterin.
Jetzt möchte ich weiter nach Inwa und schnappe mir ein Taxi, das im Schatten eines großen Mangobaums wartet. An einer der kleinen Garküchen werden gerade Shrimpskuchen gebacken. Mit Schalen, Kopf und Schwanz versteht sich. Der Magen knurrt. Ich kann nicht widerstehen und teste einen. Das Zeug schmeckt teuflisch gut. Insbesondere nachdem es mit scharfer Sauce nachbehandelt wurde.

Ich gönne mir einen zweiten und döse immer wieder ein, während mein Taxi die rund 20 Kilometer zur alten Königstadt fährt.
Die Dörfer unterwegs machen noch einen ziemlich ursprünglichen Eindruck. Habe keinen einzigen Traktor gesehen - dafür jede Menge Ochsenkarren.

Allerdings gibt es hier auch keine Verkaufsstände mehr, an denen ich meinen Wasservorrat hätte auffrischen können. Blöd - die Shrimps waren richtig scharf...
Inwa liegt am Zusammenfluss des Myitnge-Flusses und des Ayeyarwady. Es ist durch zusätzliche Kanäle an vier Seiten von Wasser umgeben. Um in die alte Königsstadt zu gelangen, muss man auch heute noch mit einem Boot über den Fluss.

Auf der anderen Seite kann man sich mit einer Pferdekutsche zum alten Kloster fahren lassen und mit etwas Glück junge Mönche beim Studium der Lehre Buddhas beobachten.


Vom Palast sind nur ein paar weit verstreute Ruinen übrig. Darunter ein schiefer Wachturm und Reste der alten Stadtmauer. Allein die Fahrt in der alten Pferdekutsche ist ein Erlebnis...!

Die Fahrt zurück ins Hotel unterbrechen wir an einem kleinen Restaurant. Spezialität Fischsuppe. Habe selten eine bessere gegessen. Und das lag nicht nur an meinem großen Hunger...!
Heute geht es von Mandalay aus über den Fluß nach Mingun. Dort sollte vor knapp 200 Jahren nach dem Willen von König Bo-daw-hpaya die größte Pagode der Welt entstehen. Dem größenwahnsinnigen und kriegerischen Herrscher war es aber nicht vergönnt, dies zu erleben. Nach seinem Tod ließen die 50000 aus Arakan verschleppten Zwangsarbeiter einen gigantischen, rund 50m hohen Ziegelsockel zurück.

Die bereits für die Pagode gefertigte Glocke blieb erhalten. Sie hängt jetzt in einem eigenen Pavillon und wird im Guinness Buch der Rekorde mit 101 Tonnen als schwerste intakte Glocke der Welt geführt.

Sie ist 6 Meter hoch und hat am unteren Rand 5 Meter Durchmesser. Ich frage mich, wie solch ein Gewicht ohne Kran bewegt werden konnte. Der Sound im Inneren ist grandios. Die jungen Mädchen konnte nicht genug kriegen - auch nicht vom fotografiert werden...!

Ich mache mich auf die Suche nach der weißen Hsin-byu-me-Pagode. Sie symbolisiert den Weltberg Meru aus der indischen Mythologie und soll sich deutlich von allen bislang besuchten Pagoden unterscheiden. Woher ich das weiß? In der Schule war Erdkunde mein Lieblingsfach! Letzteres stimmt - der Rest ist im Reiseführer geklaut. Was ich dort allerdings nicht finden kann, ist die exakte Wegbeschreibung. Statt an der Pagode lande ich in irgendwelchen Hinterhöfen. Plötzlich steht ein kleines Mädchen neben mir. "White pagoda this way Sir..." sagt sie in fast perfektem Englisch und deutet mir einen anderen Weg. Anschließend weicht sie nicht mehr von meiner Seite. Am Anfang zweifle ich noch, ob der Weg wirklich zum Ziel führt. Aber die Kleine kennt sich aus. Wir nähern uns der Pagode über einen Trampelpfad von der Seite.

Vor der Pagode mache mache ich ein Foto mit meiner Reiseleiterin. Hätte sie höchstens auf 6 geschätzt. Aber sie sagt sie sei schon 8. Wo sie Englisch gelernt hat? "I learn from book and from tourist..." Dann stürmt sie die Treppe hoch. Bei mir dauert das etwas länger. Oben bleibe ich eine Weile und genieße den Ausblick. Und auch die Tatsache, dass kaum Touristen da sind.


Der Abstieg von der oberen Plattform ist eine kleine Herausforderung. Die Stufen sind nicht für europäische Schuhgrößen gemacht. Während ich noch ausprobiere, ob ich besser vorwärts oder rückwärts gehe, sind die kleinen füße schon lange unten. Ich drücke ihr 2 Dollar in die Hand und bescheinige ihr eine gute Zukunft als Reiseleiterin.
Jetzt möchte ich weiter nach Inwa und schnappe mir ein Taxi, das im Schatten eines großen Mangobaums wartet. An einer der kleinen Garküchen werden gerade Shrimpskuchen gebacken. Mit Schalen, Kopf und Schwanz versteht sich. Der Magen knurrt. Ich kann nicht widerstehen und teste einen. Das Zeug schmeckt teuflisch gut. Insbesondere nachdem es mit scharfer Sauce nachbehandelt wurde.

Ich gönne mir einen zweiten und döse immer wieder ein, während mein Taxi die rund 20 Kilometer zur alten Königstadt fährt.
Die Dörfer unterwegs machen noch einen ziemlich ursprünglichen Eindruck. Habe keinen einzigen Traktor gesehen - dafür jede Menge Ochsenkarren.

Allerdings gibt es hier auch keine Verkaufsstände mehr, an denen ich meinen Wasservorrat hätte auffrischen können. Blöd - die Shrimps waren richtig scharf...
Inwa liegt am Zusammenfluss des Myitnge-Flusses und des Ayeyarwady. Es ist durch zusätzliche Kanäle an vier Seiten von Wasser umgeben. Um in die alte Königsstadt zu gelangen, muss man auch heute noch mit einem Boot über den Fluss.

Auf der anderen Seite kann man sich mit einer Pferdekutsche zum alten Kloster fahren lassen und mit etwas Glück junge Mönche beim Studium der Lehre Buddhas beobachten.


Vom Palast sind nur ein paar weit verstreute Ruinen übrig. Darunter ein schiefer Wachturm und Reste der alten Stadtmauer. Allein die Fahrt in der alten Pferdekutsche ist ein Erlebnis...!

Die Fahrt zurück ins Hotel unterbrechen wir an einem kleinen Restaurant. Spezialität Fischsuppe. Habe selten eine bessere gegessen. Und das lag nicht nur an meinem großen Hunger...!
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